Auf dem G7-Gipfel im französischen Evian hat US-Präsident Trump die anderen Staats- und Regierungschefs über Details des Abkommens mit dem Iran informiert.
Virtuell sei die Vereinbarung bereits von beiden Seiten unterzeichnet, so Trump. Der Iran bestätigte das. Am Freitag solle dies auf Papier erfolgen, dazu sollen Vizepräsident Vance und Irans Außenminister Aragchi in die Schweiz reisen.
Bis Freitag soll nach Trumps Worten auch die Straße von Hormus komplett geöffnet sein. Beobachter halten das wegen der vielen Seeminen für unrealistisch.
Zum Umgang mit dem iranischen Atomprogramm - einer der maßgeblichen Gründe für die USA, das Land anzugreifen - machte Trump offenbar keine Angaben.
Sobald das Rahmenabkommen am Freitag unterzeichnet ist, soll eine weitere Verhandlungsrunde beginnen. Innerhalb von 60 Tagen sollen die Gespräche abgeschlossen sein, hat der iranische Außenminister Araghtschi der staatlichen Agentur Tasnim gesagt.
Nach seinen Angaben schließt ein Kriegsende auch das Ende der israelischen Besetzung im Südlibanon ein. Neue israelische Angriffe auf den Libanon würden als Verstoß gegen die getroffene Vereinbarung gewertet, so Araghtschi.
Mehrere iranische Schiffe passieren Golf von Oman
Nach der Einigung sollen inzwischen die ersten iranischen Schiffe das Gebiet im Golf von Oman durchquert haben. Das berichten iranische Medien. Mindestens drei Öltanker und zwei Frachtschiffe hätten die von den USA blockierte Zone ohne Zwischenfälle passiert.
Auch der Dienst TankerTrackers, der Schiffsbewegungen beobachtet, berichtete, ein mit zwei Millionen Barrel iranischem Rohöl beladener Tanker habe die Blockadelinie durchfahren.
belga/afp/jp