Die Ölpreise sind nach dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran deutlich gefallen. Der Preis für Brent-Öl sank um knapp fünf Prozent auf rund 83 US-Dollar je Barrel. Auch US-Öl der Sorte WTI verlor mehr als fünf Prozent und fiel auf gut 80 Dollar.
Es war der niedrigste Stand seit März. Zu Beginn des Konflikts waren die Preise stark gestiegen. Damals hatte die Lage in der Straße von Hormus die Schifffahrt erheblich belastet. Zeitweise lagen die Preise deutlich über 100 Dollar.
Nach Angaben der USA, Irans und des Vermittlers Pakistan soll das Abkommen am Freitag unterzeichnet werden. Eine Wiedereröffnung der wichtigen Meerenge wird danach erwartet. Die Straße von Hormus gilt als zentrale Route für Öl- und Gasexporte aus der Golfregion.
Berichte: Teheran erwägt Gebühren für Schiffe nach 60 Tagen
Iran könnte im Rahmen eines möglichen Abkommens mit den USA erneut Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus einführen. Das berichten iranische Medien. Demnach wäre zunächst eine Übergangsfrist von zwei Monaten vorgesehen. In dieser Zeit soll die Passage kostenlos bleiben. Danach könnte eine Gebühr erhoben werden.
Offiziell bestätigt sind die Angaben bislang nicht. Der Iran hatte in der Vergangenheit mit dem Oman über Regelungen für den Schiffsverkehr gesprochen. Zudem wurde eine neue Behörde für die Kontrolle der Durchfahrt eingerichtet.
Fachleute weisen darauf hin, dass solche Gebühren gegen internationales Seerecht verstoßen. Beobachter sehen in den Berichten eher innenpolitische Signale an iranische Hardliner. Gleichzeitig könnte Teheran damit Druck in den Verhandlungen aufrechterhalten.
Trump: Ohne Abkommen neue Militärschläge möglich
US-Präsident Trump hat vor möglichen neuen Angriffen der USA auf Iran gewarnt. Sollte kein Abkommen zustande kommen, könnten die Luftschläge wieder beginnen. Das sagte Trump in einem Telefoninterview mit der New York Times.
Er äußerte sich zu laufenden Verhandlungen mit Teheran. Dabei betonte er, Iran dürfe keine Atomwaffen entwickeln. Die Straße von Hormus solle nach seinen Worten dauerhaft offen und gebührenfrei bleiben.
Zugleich sprach er über eine mögliche Rolle der USA als Schutzmacht in der Region. Trump dankte zudem Russland und China für Zurückhaltung im Konflikt. Israels Regierungschef Netanjahu bezeichnete er als schwierigen Gesprächspartner.
dpa/vk