Der Iran und die USA haben sich auf ein erstes Rahmenabkommen geeinigt. Das bestätigten Vertreter beider Länder und der Vermittler Pakistan. Die Vereinbarung soll am Freitag in Genf in der Schweiz unterzeichnet werden.
Dann soll auch die Blockade der Straße von Hormus enden. Bis dahin wird die Meerenge laut US-Präsident Trump von Minen geräumt. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr veröffentlichte 14 Punkte, die Teil des Abkommens sein sollen. Demnach wird der Krieg an allen Fronten eingestellt - auch im Libanon.
In abschließenden Verhandlungen sollen Fragen zum iranischen Atomprogramm geklärt werden. Mehrere europäische Staats- und Regierungschefs haben die Einigung auf ein Rahmenabkommen begrüßt. Der französische Präsident Macron kündigte an, auf dem G7-Gipfel in Evian darüber zu sprechen, wie die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet bleiben könne. Das Treffen in Frankreich beginnt am Montag.
Der britische Premier Starmer und seine Amtskollegen aus Deutschland und Italien sprachen von einer Chance, die Lage im Nahen Osten zu entspannen. Allerdings dürfe der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen. Sie zeigten sich bereit, Sanktionen aufzuheben, wenn das Regime in Teheran klare Schritte bei seinem Nuklearprogramm unternehme.
UN-Generalsekretär Guterres äußerte die Hoffnung, dass alle Parteien nun "ihre Anstrengungen für eine endgültige Lösung des Konflikts verdoppeln" würden. Die Vereinten Nationen stünden bereit, einen dauerhaften und umfassenden Frieden zu unterstützen, so Guterres.
Ölpreis sinkt
In Folge der Einigung zwischen den USA und dem Iran haben die Aktienkurse in Asien deutlich zugelegt. In Japan und Südkorea starteten die Börsen mit einem plus von rund fünf Prozent. Auch in China und Hongkong ging es nach oben, wenn auch weniger deutlich. Auch der Ölpreis sank um gut fünf Prozent - das ist der tiefste Stand seit März.
dpa/dlf/vrt/jp