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Nach Messerattacke: Fahrzeuge brennen in Belfast

10.06.202607:3010.06.2026 - 13:45
  • Nordirland
Brennendes Gebäude in Belfast am 9. Juni 2026
Brennendes Gebäude in Belfast am 9. Juni 2026 (Bild: Paul FaithAFP)

Bei Protesten in der nordirischen Hauptstadt Belfast ist es zu Ausschreitungen gekommen.

Vermummte, gewalttätige Randalierer zogen in der Nacht durch Belfast, zündeten Autos und sogar Häuser an, in denen Familien wohnten. Verängstigte Bewohner mussten gerettet werden. Wie in Luftaufnahmen im Nachrichtensender Sky News zu sehen war, stieg in Teilen der Stadt schwarzer Rauch auf.

Die meist jungen, männlichen Randalierer beschädigten auch Geschäfte, darunter ein türkischer Friseursalon. Auf der Fassade einer Imbissbude prangte ein islamfeindlicher Schriftzug, immer wieder sollen die Randalierer "Ausländer raus!" gerufen haben. Die Polizei hatte alle Mühe, die Randalierer in Schach zu halten. Hunderte Menschen hatten sich zuvor versammelt, um gegen Migranten und Einwanderung zu demonstrieren.

Der BBC zufolge kam es auch in anderen Städten von Nordirland zu Protesten. Hintergrund ist ein Messerangriff in Belfast, bei dem ein 30-Jähriger ein Auge verlor. Der inzwischen gefasste mutmaßliche Täter soll aus dem Sudan stammen. Ein Video des brutalen Angriffs war in sozialen Medien verbreitet worden.

Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilte die ausländerfeindliche Krawalle in Belfast aufs Schärfste. Er bezeichnete die Vorkommnisse als schockierend und inakzeptabel. Starmer kündigte ein hartes Durchgreifen an.

dpa/est

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