Die Hisbollah hat eine Waffenruhe mit Israel abgelehnt. "Das angekündigte Abkommen ist ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils", ließ Hisbollah-Anführer Naim Kassim in einer schriftlichen Stellungnahme verlauten.
Er kritisierte insbesondere die Forderung nach einer Entwaffnung der Hisbollah, die vom Iran unterstützt wird. Eine Auslegung der Waffenruhe, nach der die Hisbollah ihre Angriffe einstellen müsse, während die israelischen Angriffe andauerten, komme einer "Kapitulation" gleich, so Kassim. Solange die Angriffe anhielten, werde man das militärische Vorgehen fortsetzen, hieß es weiter.
Kassim forderte die libanesische Regierung auf, ihre Verhandlungen mit Israel einzustellen. Diese seien eine "Farce" und eine "Erniedrigung", betonte der Hisbollah-Anführer.
Im Zuge des Iran-Kriegs kam es auch zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zu einer erneuten Eskalation. Bereits Mitte April wurde erstmals eine Waffenruhe zwischen der libanesischen und israelischen Regierung verkündet. Trotz mehrmaliger Verlängerungen hat sie bisher kaum Wirkung gezeigt.
dpa/moko