Mehr als drei Monate nach Kriegsbeginn ist die Inflation im Iran auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten gestiegen. Der Verbraucherpreisindex in den städtischen Gebieten lag im Mai 77 Prozent über dem Vorjahreswert, wie die Staatsagentur Irna unter Berufung auf die Zentralbank berichtet.
Die durchschnittliche Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate betrug knapp 54 Prozent. Das auf Wirtschaftsthemen spezialisierte Bamdad-Institut in Teheran sprach von den höchsten registrierten Preissteigerungen seit dem Zweiten Weltkrieg.
Auch im Vergleich zum Vormonat waren einzelne Bereiche deutlich teurer. Restaurant- und Hotelpreise etwa stiegen im Vergleich zum April um 88 Prozent. Jeweils rund 20 Prozent mehr mussten die Iraner beispielsweise für Gesundheit, Verkehr und Telekommunikation ausgeben.
dpa/sh