Die Inflation im Euroraum ist im Mai überraschend gestiegen. Wie das Statistikamt Eurostat mitteilt, erhöhten sich die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,2 Prozent. Im April hatte die Teuerungsrate noch bei drei Prozent gelegen.
Vor allem Energie verteuerte sich deutlich. Hintergrund ist der Konflikt im Nahen Osten. Auch Dienstleistungen und Industriegüter wurden teurer. In Belgien sank die Inflation leicht von 4,2 auf 4,1 Prozent. Deutlich höher lag sie in Bulgarien (6,3 Prozent), deutlich niedriger in Malta (2,1 Prozent).
Der neue Preisanstieg erhöht den Druck auf die Europäische Zentralbank. Einige Ökonomen rechnen deshalb bereits in der kommenden Woche mit einer Zinserhöhung. Die EZB hatte bislang wegen der schwachen Konjunktur auf diesen Schritt verzichtet.
belga/vk