Das Vorrücken Israels im Libanon löst international große Sorge aus. Der britische Außenminister Cooper forderte ein Ende der israelischen Angriffe. Frankreichs Außenminister Barrot nannte den Vorstoß Israels einen "schweren Fehler" und einen Verstoß gegen die Mitte April abgesprochene Waffenruhe.
Bei einem israelischen Angriff in der Nacht auf Montag wurden laut der libanesischen Staatsagentur NNA im Südlibanon acht Menschen getötet und 19 weitere verletzt. Die Hisbollah hat ihrerseits die Angriffe auf den Norden Israels verstärkt.
Israels Premier Netanjahu kündigte am Montagmorgen neue Angriffe auf Ziele in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut an, die als Hochburg der Hisbollah gelten. Seit Beginn der Waffenruhe Mitte April hatte Israels Armee dort kaum noch angegriffen - israelischen Medienberichten zufolge auf Wunsch der US-Regierung.
Am Wochenende hatten israelische Soldaten im Libanon die strategisch wichtige Kreuzritterfestung "Beaufort" eingenommen. Frankreich forderte daraufhin eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats.
belga/jp