Im Westen und Süden Australiens kämpfen die Behörden derzeit mit einer massiven Mäuseplage. Von einer Plage spricht man ab etwa 800 Tieren pro Hektar. In besonders stark betroffenen Gebieten wurden jedoch bis zu 8.000 Nager pro Hektar gezählt, wie ein nationales Forschungsinstitut berichtet.
Besonders stark betroffen ist die Landwirtschaft. Viele Betriebe müssen erheblichen Aufwand und Kosten in die Bekämpfung der Tiere investieren. Die Behörden haben vorübergehend die Nutzung höher dosierter Mäusegifte erlaubt, um die Ausbreitung einzudämmen.
Auch Schulen in den betroffenen Regionen sind betroffen und haben zusätzliche Hygienemaßnahmen eingeführt. Gleichzeitig wird Kritik laut, weil die Unterstützung durch das Bildungsministerium als unzureichend angesehen wird. Australien wird regelmäßig von Mäuseplagen heimgesucht. Eine der schwersten trat 1993 auf.
belga/mh