Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge im Süden des Libanons die strategisch gelegene Kreuzritterfestung Beaufort eingenommen. Israel wirft der libanesischen Hisbollah-Miliz vor, in der Gegend Einrichtungen zu haben und von dort aus auch Angriffe ausgeführt zu haben.
Das israelische Militär kündigte an, weiter entschieden gegen die Hisbollah vorzugehen. Ein Sprecher forderte am Sonntagmorgen einen Großteil der Einwohner im Südlibanon dazu auf, sich in ein Gebiet nördlich des Sahrani-Flusses - etwa 40 Kilometer nördlich der israelischen Grenze - zu begeben.
In Nordisrael heulten nach erneutem Beschuss aus dem Libanon mehrfach die Warnsirenen. Ein israelischer Soldat sei getötet worden. Wegen der Drohnen- und Raketenangriffe der Hisbollah können derzeit Tausende Kinder in Nordisrael nicht in die Schule gehen.
Frankreich verlangt Dringlichkeitssitzung zu Libanon
Nach der Ausweitung der israelischen Militäreinsätze im Libanon hat Frankreich eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats gefordert. Nichts könne die Fortsetzung der israelischen Militäroperationen im Libanon und eine immer tiefere Besetzung libanesischen Territoriums rechtfertigen, sagte Außenminister Barrot in einem Interview.
Zwar erkenne Frankreich das Recht Israels auf Selbstverteidigung gegen Angriffe der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz an. Die aktuelle Entwicklung stelle jedoch einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar.
dpa/sh/mh