Das ungarische Parlament hat ein früheres Gesetz annulliert, das den Austritt Ungarns aus dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) vorsah. Ministerpräsident Magyar kann damit das von seinem Vorgänger Orban eingereichte Austrittsgesuch zurückzuziehen.
Magyar hatte diesen Schritt bereits angekündigt. Der IStGH mit Sitz in Den Haag verfolgt seit 2002 schwerste Verbrechen wie Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Langzeitherrscher Orban pflegte gute Beziehungen zu Politikern, gegen die der IStGH Haftbefehle erlassen hat, unter ihnen der russische Präsident Putin und der israelische Ministerpräsident Netanjahu.
dpa/vk