Trotz der anhaltenden Bedrohung im Iran-Krieg sind erneut Hunderttausende Muslime zur Wallfahrt Hadsch nach Mekka in Saudi-Arabien gereist. Vor dem Beginn am Montag reisten allein aus dem Ausland nach offiziellen Angaben 1,5 Millionen Gläubige an. Am frühen Morgen brachen die in weiße Gewänder gehüllten Pilger aus Mekka auf in die rund acht Kilometer entfernte Zeltstadt Mina zum Beginn der religiösen Rituale.
Saudi-Arabien wurde im Zuge des Iran-Kriegs bisher mit Hunderten Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angegriffen. Die Flugabwehr fing den größten Teil davon ab. Das Königreich ist bemüht, die Wallfahrt trotz des laufenden Konflikt möglich zu machen. Der Hadsch zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen neben dem Ölgeschäft.
Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium veröffentlichte Aufnahmen, wie Einheiten zur Flugabwehr zum Schutz der religiösen Stätten rund um Mekka in Stellung gebracht werden. Die Streitkräfte seien dafür zuständig, den "Luftraum über den heiligen Stätten zu schützen und auf alle Bedrohungen zu reagieren, um die Sicherheit und die innere Ruhe der Pilger sicherzustellen", teilte das Ministerium mit.
Eine große Herausforderung ist für die Pilger erneut die hohe Hitze. In Mekka wurden heute Temperaturen bis zu 45 Grad erwartet. Vor zwei Jahren waren bei hoher Hitze mehr als 1.300 Menschen ums Leben gekommen.
dpa/fk