Fast zwei Monate nach der Parlamentswahl in Dänemark ist die geschäftsführende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erneut mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Das ist das Ergebnis der sogenannten Königsrunde. Sie war nötig geworden, nachdem der rechtsliberale Politiker Lund Poulsen zuvor bei Koalitionsverhandlungen gescheitert war.
Bei der Königsrunde werden alle Parlamentsparteien bei König Frederik X. vorstellig und geben bekannt, für wen sie sich als Leiter der Regierungsverhandlungen aussprechen. Wer die größte Unterstützung hinter sich vereint, darf als Erstes versuchen, eine Regierung zu bilden.
Bereits nach der ersten Königsrunde Ende März hatte Frederiksen dieses Mandat bekommen, bei ihren Verhandlungen aber keinen Durchbruch erzielt. Dann war Lund Poulsen an der Reihe. Jetzt darf es Frederiksen erneut versuchen. Ihre Sozialdemokraten waren aus der Wahl als stärkste Partei hervorgegangen.
dpa/RoP