Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat Lebensmittel auf Pestizidrückstände getestet. Dabei wurden in drei Vierteln aller getesteten Produkte Rückstände nachgewiesen. Foodwatch spricht von einer alarmierenden Belastung.
Untersucht wurden 64 Produkte aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Österreich. Viele der getesteten Produkte werden auch in Belgien verkauft.
Getestet wurden Gewürze, Tee und Reis. Insgesamt wurden bei den Laboruntersuchungen Rückstände von 54 Pestiziden entdeckt, darunter auch von 27 Mitteln, die in der EU nicht zugelassen sind sind.
Foodwatch spricht von einem Pestizid-Bumerang: Pestizide, die in der EU verboten sind, dürfen weiterhin produziert und in Drittstaaten exportiert werden. Über importierte Lebensmittel gelangen ihre Rückstände wieder zurück nach Europa.
Die EU-Kommission hatte bereits 2020 angekündigt, den Export solcher gefährlichen Chemikalien zu stoppen.
foodwatch/rtbf/sh