Die spanische Justiz ermittelt gegen den früheren Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero. Es geht dabei um mutmaßliche unrechtmäßige Einflussnahme und Geldwäsche im Zusammenhang mit der staatlichen Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra.
Ein Gericht ließ am Dienstag das Büro des ehemaligen Ministerpräsidenten durchsuchen. Der Sozialist stand von 2004 bis 2011 an der Spitze der spanischen Regierung.
Der 65-Jährige soll seine politischen Kontakte genutzt haben, um Entscheidungen von Behörden zugunsten der Fluggesellschaft Plus Ultra zu beeinflussen, heißt es in einer Mitteilung.
Über einen staatlichen Beteiligungsfonds erhielt die Fluggesellschaft Plus Ultra im März 2021 rund 53 Millionen Euro. Die Hilfe war politisch umstritten, da das Unternehmen als vergleichsweise kleine Fluggesellschaft galt. Kritiker stellten die damalige Einstufung als "strategisch wichtiges" Unternehmen infrage.
dpa/moko