Die israelische Luftwaffe hat erneut Ortschaften im Süden des Libanon attackiert. Dabei wurden nach libanesischen Angaben sieben Menschen getötet, unter ihnen zwei Kinder. Unter den Toten ist auch Wael Abdel Halim, ein Anführer der palästinensisch-extremistischen Organisation Islamischer Dschihad. Das berichten die libanesische Nachrichtenagentur ANI und das libanesische Gesundheitsministerium.
Halim kam im Osten des Libanon bei einem israelischen Raketenangriff auf ein Wohnhaus in der Nähe der Stadt Baalbek ums Leben. Der Islamische Dschihad unterhält Verbindungen zur pro-iranischen Miliz Hisbollah. Bei dem Angriff kam auch seine 17-jährige Tochter ums Leben.
Israel erklärte, die Hisbollah habe am Wochenende rund 200 Geschosse auf israelisches Gebiet und israelische Soldaten abgefeuert. Seit Mitte April gilt zwischen Israel und Libanon eine Waffenruhe. Sie wurde am letzten Wochenende um 45 Tage verlängert. Trotzdem greifen sich Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz fast täglich gegenseitig an.
Derweil hat US-Präsident Trump dem Iran erneut mit Zerstörung gedroht. In sozialen Medien schrieb Trump, für den Iran ticke die Uhr. Das Land solle sich schnell bewegen, sonst werde von ihm nichts mehr übrig bleiben.
Der mangelnde Fortschritt bei den diplomatischen Bemühungen im Iran-Krieg sorgt in Washington zunehmend für Frust. Laut der Zeitung "New York Times" bereitet sich das Pentagon auf einen möglichen Neubeginn der Bombardierungen vor.
Derzeit gilt eine Waffenruhe, doch eine dauerhafte Lösung für den Konflikt und seine wirtschaftlichen Folgen gibt es noch nicht. Medienberichten zufolge wartet Israel auf eine Entscheidung Trumps, ob die Angriffe auf den Iran wiederaufgenommen werden. Der US-Präsident telefonierte am Sonntagabend mit Regierungschef Netanjahu.
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