In Lettland hat sich die politische Krise durch den Rücktritt von Ministerpräsidentin Evika Silina zugespitzt. Die 50 Jahre alte Liberalkonservative zog damit die Konsequenzen aus der Ankündigung eines ihrer beiden Bündnispartner, den Fortbestand der Koalition nicht mehr zu unterstützen.
Die linksgerichteten Progressiven hatten zuvor Silina wegen eines politischen Streits über Drohnenvorfällen an der Grenze zu Russland das Vertrauen entzogen und Staatspräsident Edgars Rinkevics aufgefordert, Beratungen zur Bildung einer neuen Regierung aufzunehmen.
In Lettland waren in der Vorwoche zwei Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum eingeflogen waren. Bereits zuvor hatte es zwei Drohnenvorfälle gegeben. Verteidigungsminister Andris Spruds hatte daraufhin seinen Rücktritt eingereicht, nachdem er von Silina im Zuge der Vorfälle kritisiert worden war.
dpa/moko