Nach mehreren Hantavirus-Fällen und drei Todesopfern soll das Kreuzfahrtschiff "Hondius" einen Hafen auf den Kanarischen Inseln anlaufen dürfen. Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Union getroffen worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit.
Auf den Kanarischen Inseln regt sich allerdings Widerstand. Der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo, wehrt sich gegen das Vorhaben der spanischen Zentralregierung und der WHO. Er beklagt "fehlende Transparenz" und fordert ein "dringendes Treffen" mit Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez.
Bislang sind drei Passagiere der unter niederländischer Flagge fahrenden "Hondius" gestorben, ein älteres niederländisches Ehepaar und eine Frau aus Deutschland. An Bord befanden sich demnach zuletzt insgesamt 149 Menschen: 88 Passagiere und 61 Besatzungsmitglieder.
dpa/moko