Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt hat das Amtsgericht angeordnet, den Täter vorerst in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Dem 33-jährigen Deutschen werden zweifacher Mord sowie versuchter Mord in vier Fällen vorgeworfen.
Nach bisherigen Erkenntnissen sei es wahrscheinlich, dass der Beschuldigte aufgrund seines Zustandes weitere erhebliche rechtswidrige Taten vergleichbarer Schwere begehen wird, hieß es. Der Mann war am Montag in eine belebte Fußgängerzone in Leipzig gerast. Zwei Menschen starben, sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren wurden verletzt.
Das Sozialministerium in Dresden teilte mit, der 33-jährige Deutsche sei wenige Tage vor der Tat stationär in einer psychiatrischen Einrichtung behandelt worden. Er sei dort auf eigenen Wunsch aufgenommen worden. Eine Eigen- oder Fremdgefährdung habe nicht vorgelegen.
Die sächsische Landesregierung ordnete Trauerbeflaggung für alle Behörden und Dienststellen an. Die Stadt Leipzig kündigte an, das Sicherheitskonzept für die Innenstadt zu überprüfen. An der Zufahrtsstelle, die der Täter nutzte, gibt es bisher keine Begrenzungspoller.
dpa/dop