Im Iran ist erstmals nach Jahren wieder ein Todesurteil im Zusammenhang mit der Frauenbewegung vom Herbst 2022 vollstreckt worden. Dem Mann wurde zur Last gelegt, bei den damaligen Protesten eine Sicherheitskraft getötet zu haben.
Die Hinrichtung sei am Sonntagmorgen erfolgt. Der Mann befand sich laut der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights seit Oktober 2022 in Haft. Iran Human Rights warf der iranischen Justiz vor, den Mann 42 Tage lang psychischer und physischer Folter ausgesetzt zu haben, um ein Geständnis zu erzwingen.
Auslöser der damaligen Massendemonstrationen war der Tod einer jungen Frau, die im Gewahrsam der Moralpolizei ums Leben kam. Sie soll gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verstoßen haben. Die Justiz ließ seitdem mehr als ein Dutzend Männer hinrichten.
dpa/vk