Die Vereinigten Arabischen Emirate treten mit Wirkung zum 1. Mai aus der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und dem Bündnis Opec+ aus.
Hintergrund sei eine gründliche Abwägung auch mit Blick auf die andauernden "Störungen im Persischen Golf und der Straße von Hormus", heißt es in einer Erklärung der staatlichen Nachrichtenagentur. Eine genauere Begründung für die Entscheidung wurde nicht genannt.
Der überraschende Schritt ist ein schwerer Schlag für die Opec und die Opec+. Die Organisation erdölexportierender Länder hat ohne die Emirate einen deutlich geringeren Einfluss auf die weltweiten Ölmärkte. Mit dem Austritt eines der größten Produzenten fällt es der Organisation schwerer, Energiepreise zu kontrollieren und nach Möglichkeit stabil zu halten.
Bevor der Krieg im Nahen und Mittleren Osten die Fördermengen einbrechen ließ, wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten täglich 3,4 Millionen Barrel Öl pro Tag gepumpt. Das sind mehr als 16 Prozent der gesamten Opec-Produktion.
dpa/mh