In Deutschland ist ein Krankenpfleger wegen schwerster Sexualstraftaten an Koma-Patienten zu zwölf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Essen sah es als erwiesen an, dass der 32-jährige Deutsche im Essener Uniklinikum und in einem Dortmunder Krankenhaus bewusstlose Patienten nach schweren Operationen sexuell missbrauchte und die Taten filmte.
Bei den Opfern handelt es sich laut Urteil um drei Frauen und einen Mann, die sich in einem komatösen bzw. bewusstlosen Zustand befanden. Der Angeklagte hatte die Taten gestanden.
Die Aufnahmen soll er anschließend an eine Bekannte geschickt haben, mit der er sich im Chat über die Übergriffe lustig machte. Diese wurde wegen psychischer Beihilfe zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt.
Neben der Haftstrafe verhängte das Gericht ein lebenslanges Berufsverbot. Der Richter sprach von besonders schweren Verbrechen und betonte, die Opfer seien vollständig schutzlos gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
dpa/fk