Die Gewinne großer Ölkonzerne könnten im Jahr 2026 deutlich steigen. Nach Angaben der Organisation Oxfam dürften sechs führende Unternehmen der fossilen Energiebranche ihre Gewinne im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 Prozent erhöhen. Insgesamt wird ein Gewinn von etwa 94 Milliarden Dollar erwartet - das entspricht knapp 3.000 Dollar pro Sekunde.
Die Zahlen wurden im Rahmen einer internationalen Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien im kolumbianischen Santa Marta veröffentlicht, an der rund 50 Länder teilnehmen. Auch Belgien ist vertreten: Klimaminister Jean-Luc Crucke soll an den Gesprächen teilnehmen. Die USA, China und die Goldstaaten sind allerdings nicht dabei.
Oxfam kritisiert, dass die hohen Gewinne der Konzerne in starkem Kontrast zu wachsender Energiearmut und sozialer Ungleichheit weltweit stehen. Die Organisation fordert deshalb stärkere Besteuerung von Unternehmen und wohlhabenden Profiteuren fossiler Energien, um mehr Mittel für den Klimaschutz bereitzustellen.
belga/fk