Der scheidende ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat nach der verlorenen Parlamentswahl vor zwei Wochen angekündigt, sein Abgeordnetenmandat nicht annehmen zu wollen.
Orbans bisher regierende rechtspopulistische Fidesz-Partei hatte bei der Parlamentswahl lediglich 52 von 199 Mandaten gewonnen und muss damit in die Opposition gehen. Der Wahlsieger, die bürgerliche Tisza-Partei von Peter Magyar, verfügt über eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit.
Orbans Verzicht auf das Abgeordnetenmandat interpretieren Beobachter dahingehend, dass sich Orban nach der krachenden Wahlniederlage des Fidesz darauf konzentriert, seine unumschränkte Macht als Vorsitzender der künftigen Oppositionspartei zu behalten.
dpa/sh