In Washington ist beim jährlichen Presse-Dinner mit US-Präsident Trump ein Mann durch eine Sicherheitsschleuse gestürmt und von Sicherheitskräften überwältigt worden.
Während der Präsident auf der Bühne saß, waren plötzlich Schüsse zu hören. Im Saal brach daraufhin Chaos aus, schwer bewaffnete Sicherheitskräfte stürmten den Raum.
Der Präsident, die First Lady Melania und weitere Regierungsmitglieder wurden in Sicherheit gebracht. Laut Trump wurde niemand verletzt, allerdings wurde ein Sicherheitsbeamter angeschossen, seine schusssichere Weste fing die Kugel jedoch ab.
Nach Polizeiangaben wurde der Mann selbst nicht angeschossen. Er hatte eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer bei sich. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen 31-jährigen Mann aus Kalifornien, der Gast in dem Hotel war. Er soll allein gehandelt haben, weitere Verdächtige gebe es nicht, so die Polizei. Das Tatmotiv ist noch völlig offen.
Nach der Tat äußerten internationale Spitzenpolitiker ihre Bestürzung. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nannte den Angriff inakzeptabel. Gewalt habe in einer Demokratie keinen Platz. Auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte, Gewalt sei niemals der richtige Weg. Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni sprach Trump und allen Anwesenden ihre Anteilnahme aus.
Der britische Premierminister Keir Starmer erklärte, jeder Angriff auf demokratische Institutionen oder auf die Pressefreiheit müsse aufs Schärfste verurteilt werden.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb, dass Gewalt in der Politik niemals Platz habe. Ähnlich äußerte sich EU-Ratspräsident António Costa.
dpa/sh/est