Papst Leo XIV. hat die weltweite Abschaffung der Todesstrafe gefordert. Die Würde des Menschen gehe auch nach dem Begehen sehr schwerer Verbrechen nicht verloren.
Die Todesstrafe stelle einen Angriff auf die Unverletzlichkeit und Würde der Person dar und sei nach der Lehre der Kirche unzulässig, sagte er in einer Videobotschaft an die DePaul University in Chicago. Anlass für die Rede war der 15. Jahrestags der Abschaffung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Illinois, aus dem der Papst stammt.
Papst Leo hielt seine Rede kurz nach der Ankündigung des US-Justizministeriums, die Todesstrafe in den USA ausweiten zu wollen. Auf Bundesebene verurteilte Straftäter sollen künftig unter anderem auch erschossen werden dürfen. Laut Menschenrechtsorganisationen haben mehr als 140 Länder der Welt die Todesstrafe abgeschafft oder vollziehen sie nicht mehr.
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