Bei neuer Siedlergewalt im Norden des Westjordanlands hat es palästinensischen Berichten zufolge in der Nacht auf Mittwoch mehrere Verletzte gegeben. Acht Palästinenser seien behandelt worden, die meisten wegen einer Rauchvergiftung.
Eine Person habe auch Verbrennungen erlitten. Israelische Siedler hätten in einem palästinensischen Dorf in der Nähe der Stadt Nablus Autos in Brand gesetzt und auch versucht, ein Haus anzuzünden, berichtet unter anderem die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe den Berichten nach.
Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hatte die Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser im März zwar als "moralisch und ethisch inakzeptabel" verurteilt. Den israelischen Sicherheitskräften wird jedoch immer wieder vorgeworfen, sie gingen nicht entschlossen genug dagegen vor.
dpa/sh