Kurz vor Ende der Waffenruhe hat US-Präsident Trump dem Iran mehr Zeit für eine Verhandlungslösung gegeben und die Feuerpause überraschend verlängert.
Die Waffen sollen schweigen, bis die iranische Führung mit einem geeinten Vorschlag an den Tisch kommt, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Eine neue Frist mit Termin setzte der US-Präsident nicht.
Auf Bitten Pakistans werde er von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen "geeinten Vorschlag" zur Beilegung des Krieges unterbreite, teilte er auf Truth Social mit. Die US-Seeblockade iranischer Häfen werde jedoch fortgesetzt.
Teheran habe keine Verlängerung der Waffenruhe erbeten, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf Quellen. Eine offizielle Position des Iran werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben, hieß es. Der Iran werde die Straße von Hormus aber nicht freigeben, solange die US-Seeblockade anhalte.
Behörde: Iran beschießt Frachter in der Straße von Hormus
Trotz der Ankündigung von US-Präsident Trump ist in der Straße von Hormus ein Containerschiff unter Beschuss geraten und dabei schwer beschädigt worden. Ein Schiff der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) habe sich dem Schiff genähert und Schüsse abgegeben, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.
Zu dem Vorfall kam es laut der Behörde 15 Seemeilen nordöstlich von Oman. Alle Besatzungsglieder sind demnach in Sicherheit.
Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu ähnlichen Vorfällen. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht.
dpa/sh/est