US-Vizepräsident Vance wird erst am Mittwoch zu Verhandlungen mit dem Iran nach Pakistan reisen. Das meldet der Nachrichtensender CNN. Zuvor hatte es geheißen, dass die amerikanischen Unterhändler schon am Dienstag in der Hauptstadt Islamabad eintreffen sollten.
Allerdings ist ungewiss, ob es tatsächlich zu neuen Gesprächen kommen wird. Bisher hat der Iran einer Teilnahme noch nicht zugestimmt und nach Informationen des Staatsfernsehens noch keine Vertreter für Gespräche mit den USA nach Pakistan entsandt. Weder Experten für Vorgespräche noch Verhandlungsführer seien in die Hauptstadt Islamabad gereist.
Der iranische Chefunterhändler Ghalibaf erklärte auf der Plattform X, US-Präsident Trump versuche, den Verhandlungstisch in einen "Kapitulationstisch" zu verwandeln. Der iranische Außenminister Araghtschi sagte laut Nachrichtenagentur Tasnim in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen, dass die Provokationen der Vereinigten Staaten ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses seien. Er schloss eine neue Verhandlungsrunde aber nicht aus.
Zentraler Streitpunkt ist die andauernde US-Blockade iranischer Häfen und Schiffe. Trump hatte am Montag mitgeteilt, dass er an der Sperrung festhalte, bis es eine Vereinbarung gebe. Er droht dem Iran ansonsten mit weiteren zerstörerischen Angriffen. Er stehe unter keinerlei Druck, einen Deal zu erzielen.
EU-Außenminister tagen in Luxemburg
Die Außenminister der EU-Staaten wollen am Dienstag bei einem Treffen in Luxemburg über die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten beraten. Thema soll vor allem sein, wie die Europäische Union zu einer Deeskalation der Spannungen beitragen kann. Hoffnung dabei ist, dass die Waffenruhe im Iran-Krieg verlängert wird und auch die Feuerpause im Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon anhält.
Zu Beginn ist ein informeller Austausch mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Salam geplant. Ein weiteres Thema des Außenministertreffens ist die Lage im Ukraine-Krieg.
dpa/vrt/jp