Ein schweres Erdbeben hat am Montag den Norden Japans erschüttert. Auch im hunderte Kilometer entfernten Tokio waren die Erschütterungen zu spüren. Meldungen über Verletzte oder Schäden liegen nicht vor.
Die nationale Wetterbehörde sprach eine Tsunami-Warnung für die Pazifikküste der Präfekturen Hokkaido, Aomori und Iwate aus, die später wieder aufgehoben wurde. Für diese Gebiete gilt jedoch weiterhin die Empfehlung, sich von der Küste und den Flussmündungen fernzuhalten.
Nach Angaben des japanischen Wetterdienstes ereignete sich das Erdbeben vor der Nordostküste Japans gegen 9:53 Uhr belgischer Zeit in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern. Zunächst wurde die Stärke auf 7,5 geschätzt, später wurde der Wert auf 7,7 erhöht.
Die Wetterbehörde geht davon aus, dass es innerhalb einer Woche zu Erschütterungen ähnlicher Stärke kommen könnte. Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Der Inselstaat mit 125 Millionen Einwohnern wird jedes Jahr von etwa 1.500 Erdbeben erschüttert.
dpa/belga/afp/jp/mh