Die Straße von Hormus ist wieder frei für die internationale Schifffahrt. Unklar ist aber derzeit, für wie lange.
Irans Außenminister Araghtschi schreibt auf X, weil Israel der Waffenruhe im Libanon zugestimmt habe, öffne der Iran die Straße von Hormus für die verbleibende Dauer der Waffenruhe im Krieg mit dem Iran. Diese Waffenruhe läuft jedoch kommende Woche aus.
US-Präsident Trump hingegen schreibt auf seiner Plattform Truth Social, der Iran habe akzeptiert, die Straße von Hormus nie mehr zu schließen. Außerdem wolle er an der Seeblockade für den Iran festhalten. Sie betrifft nur Schiffe mit einem Start- oder Zielhafen im Iran.
Trump: USA verbieten Israel weitere Angriffe auf Libanon
Darüber hinaus verkündete Trump, dass Israel den Libanon nicht mehr angreifen werde. Er habe dies Israel verboten. Israels Regierungschef Netanjahu erklärte, sein Land habe nun eine tiefe Sicherheitszone an seiner Nordgrenze. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz stelle keine unmittelbare Bedrohung mehr dar.
In Folge der jüngsten Entwicklung im Nahen Osten, brach der Ölpreis am Freitagnachmittag drastisch ein. Die internationale Referenzsorte Brent liegt jetzt wieder unter 90 US-Dollar je Barrel und damit über zehn Prozent weniger als noch am Donnerstag. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öltransports verläuft im Normalfall durch die Straße von Hormus.
Paris-Konferenz fordert freie Fahrt durch Straße von Hormus
Bei der Pariser Konferenz zur Straße von Hormus haben die rund 50 beteiligten Länder unterdessen gefordert, dass die Meerenge sofort, bedingungslos und vollständig wiedereröffnet wird.
Frankreichs Präsident Macron sagte nach dem Treffen, die Konferenz lehne jede Beschränkung ab. Dazu zählten auch eine Privatisierung oder ein Mautsystem. Frankreich wolle mit Großbritannien einen neutralen Marineeinsatz organisieren. Er soll sich klar von den Kriegsparteien abgrenzen, um Handelsschiffe zu begleiten und zu sichern. Schon nächste Woche ist dazu in London ein Planungstreffen angesetzt. Es soll eng mit den USA und Israel abgestimmt werden.
US-Präsident Trump lehnt eine Hilfe der Europäer jedoch ab. Auf Truth Social schreibt er, die Nato sei nutzlos gewesen, als die USA sie gebraucht hätte. Jetzt, wo sich die Lage geklärt habe, hätte die Nato ihre Hilfe angeboten. Sie solle jetzt weg bleiben.
dpa/belga/okr