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Libanon: Zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah beginnt

16.04.202619:0217.04.2026 - 07:27
  • Iran-Krieg
  • Israel
  • Libanon
  • USA
Menschen sitzen in einem Auto und jubeln, indem sie die Arme herausstrecken und mit zwei Fingern das Victory-Zeichen bilden
Jubel im Libanon anlässlich des Inkrafttretens der Waffenruhe (Bild: Ibrahim Amro/AFP)

Nach rund 40 Tagen Krieg ist eine Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz in Kraft getreten. Sie soll zunächst zehn Tage dauern. US-Präsident Trump hatte die Feuerpause nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Aoun angekündigt - die Hisbollah war an den Verhandlungen nicht beteiligt.

In der libanesischen Hauptstadt Beirut herrscht Jubel auf den Straßen. Örtlichen Medienberichten zufolge haben sich auf dem Weg in Richtung Süden lange Autokolonnen gebildet. Viele Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet waren, wollen zurück in ihre Heimat. Die Hisbollah ließ zunächst offen, ob sie sich an die Feuerpause halten wird.

UN-Generalsekretär Guterres hat die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon begrüßt und beide Seiten eindringlich aufgerufen, diese zu respektieren. Guterres äußerte die Hoffnung, dass jetzt der Weg für Verhandlungen und eine langfristige Lösung des Konflikts frei sei.

USA veröffentlichten Sechs-Punkte-Plan zu Libanon-Waffenruhe

Nach der Ankündigung einer Waffenruhe im Libanon hat das US-Außenministerium die Abmachung zwischen Israel und dem Libanon öffentlich gemacht. Zu den sechs vereinbarten Punkten gehört demnach, dass die libanesische Regierung mit internationaler Hilfe die Hisbollah daran hindert, vom Libanon aus Angriffe gegen israelische Ziele durchzuführen.

Israel verzichtet währenddessen auf "offensiven Militäroperationen" gegen libanesische Ziele. Allerdings behält Israel sich das Recht vor, jederzeit alle notwendigen Maßnahmen zur Selbstverteidigung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe zu ergreifen. Dies werde durch die Einstellung der Feindseligkeiten nicht beeinträchtigt, heißt es in dem Text.

dpa/vrt/jp

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