Auf der griechischen Urlaubsinsel Kreta sind Hunderte Migranten angekommen. Seit Sonntag wurden nach Angaben der Küstenwache insgesamt 369 Menschen gezählt. Die Behörden gehen davon aus, dass weitere Boote aus Libyen unterwegs sind, weil Schleuserbanden das aktuell ruhige Wetter auf See ausnutzen.
An den Rettungsaktionen beteiligten sich mehrere Boote der griechischen Küstenwache. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex unterstützte die Rettungsmaßnahmen mit Drohnen aus der Luft. In einem Fall half auch ein Schiff der französischen Kriegsmarine bei der Bergung der Menschen.
Kreta gilt inzwischen als eines der wichtigsten Ziele für Migranten, die irregulär aus Libyen nach Griechenland und damit in die Europäische Union gelangen. Im Jahr 2025 erreichten nach offiziellen Angaben rund 20.000 Menschen die Insel.
dpa/sh