In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran begonnen. Die US-Delegation leitet Vizepräsident Vance, auf iranischer Seite führt Parlamentspräsident Ghalibaf die Delegation an.
Pakistans Premierminister Sharif und Armeechef Munir übernehmen die Vermittlung. Der genaue Ablauf der Gespräche ist bislang nicht bekannt. Möglich sind direkte Gespräche beider Seiten unter pakistanischer Beteiligung. Bei indirekten Gesprächen würden beide Delegationen in unterschiedlichen Räumen sitzen und Vermittler Nachrichten überbringen. Nach iranischen Angaben sollen die Gespräche nur einen Tag dauern.
Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg geht es in den Verhandlungen um die Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung. Zu den zentralen Konfliktpunkten gehört die Blockade der Straße von Hormus. Der Iran beansprucht die Kontrolle der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman und plant die Einführung eines Mautsystems. Die USA hingegen bestehen auf einer freien und sicheren Passage von Schiffen ohne Gebühren.
Zudem verlangt Washington die Herausgabe von mehr als 400 Kilogramm hoch angereicherten Urans und die Einstellung des iranischen Atomprogramms. Außerdem will die US-Seite Beschränkungen für die Entwicklung ballistischer Raketen durch den Iran.
Teheran verlangt die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, Reparationszahlungen für Kriegsschäden, die Aufhebung aller Sanktionen, Garantien gegen erneute Angriffe und einen Abzug von US-Truppen aus der Region.
Für die Verhandlungen in Islamabad wurden mehr als 10.000 Sicherheitskräfte stationiert. Das Regierungsviertel und die diplomatische Zone wurden abgeriegelt.
dpa/vk