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Kind der Eifel: Mario Adorf gestorben

09.04.202610:4409.04.2026 - 14:17
  • Deutschland
Mario Adorf mit Iris Berben auf dem Internationalen Filmfestival Berlin (Februar 2011)
Mario Adorf mit Iris Berben auf dem Internationalen Filmfestival Berlin (Archivbild: Tim Brakemeier/EPA)

Er war der Schurke in "Winnetou", der Patriarch in der "Blechtrommel" und einer der profiliertesten Charakterdarsteller Europas. Nun ist Mario Adorf im Alter von 95 Jahren in Paris verstorben. Ein Rückblick auf ein monumentales Lebenswerk und eine späte Liebe zur Eifel.

Die Filmwelt trägt Trauer: Mario Adorf ist Mittwoch in seiner Wahlheimat Paris verstorben. Mit ihm verliert die Branche ein Gesicht, das über Jahrzehnte die Leinwände prägte. In über 200 Produktionen verlieh er seinen Rollen eine unvergleichliche Tiefe - selbst den härtesten Gangsterbossen rang er eine menschliche, oft sympathische Facette ab.

Vom Schurken zum Publikumsliebling

Adorfs Karriereweg war von Meilensteinen gepflastert. Spätestens seit seiner Rolle als Santer in der "Winnetou"-Verfilmung war er dem breiten Publikum ein Begriff. 1980 stand er im globalen Rampenlicht, als Volker Schlöndorffs "Die Blechtrommel" - mit Adorf in der Rolle des Alfred Matzerath - als erster deutscher Film überhaupt den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewann. Die Beliebtheit des Schauspielers gipfelte 2006 in der Wahl zum beliebtesten noch lebenden Schauspieler Deutschlands.

Die Eifel: Eine wiederentdeckte Heimat

Doch abseits des roten Teppichs und des internationalen Glamours gab es eine Seite an Mario Adorf, die eng mit der Region verbunden war. In Mayen wuchs er als Sohn einer alleinerziehenden Schneiderin in bescheidenen Verhältnissen auf. Es war eine Kindheit geprägt von den Entbehrungen der Nachkriegszeit, die ihm - trotz des späteren Ruhms - eine tief verwurzelte Bodenständigkeit verlieh.

In einem Archiv-Interview mit dem BRF blickte Adorf vor 20 Jahren auf diese Wurzeln zurück. "Die Eifel war für mich in meinem Bewusstsein immer Heimat, wo ich herkomme, wo ich herstamme vom Schlag her. Ich bin ja halb Italiener. Ich habe auch in Italien jahrelang meine zweite Heimat gesucht - und um ehrlich zu sein, nicht wirklich gefunden."

"Wieder da" - Die späte Rückkehr zum Platt

Interessanterweise spielte die Eifel während seiner großen Karrierejahre in Zürich oder München kaum eine Rolle. Erst im Alter kam es zu einer beidseitigen Annäherung: Das stolze Mayen suchte den Kontakt zu seinem berühmten Sohn, und Adorf suchte die Verbindung zu seiner Jugend.

Besonders in der BRF-Mundartsendung mit Siegfried Krings zeigte sich Adorf von seiner nahbarsten Seite. Er gab offen zu, dass sein "Eifeler Platt" über die Jahrzehnte eingerostet war, fand aber im Gespräch auch zu seinem Dialekt zurück. Er berichtete dort nicht nur über Anekdoten, sondern auch über die ernsten Seiten seiner Jugend, wie etwa seine Kriegserfahrungen als Jugendlicher in Mayen ab 1944.

Ein Erbe der Bescheidenheit

Was Mario Adorf auszeichnete, war seine zeitlose Bescheidenheit. Er präsentierte sich nie als unantastbarer Weltstar, sondern stets als jemand, der die Vergänglichkeit des Erfolgs kannte. Mit Mario Adorf geht ein Gigant der Schauspielkunst, der eines nie vergessen hat: den Ort, an dem alles begann.

brf/dpa/est/mz

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