Iran erwägt nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, aus der vereinbarten zweiwöchige Feuerpause mit den USA auszusteigen. Hintergrund seien die anhaltenden israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon.
Zugleich drohte ein anonymer Militärvertreter der Nachrichtenagentur zufolge Israel mit weiteren Angriffen, sollte die Offensive gegen die Hisbollah weitergehen.
Die israelische Armee sprach am Mittwochnachmittag vom "größten koordinierten Angriff" seit dem Wiederaufflammen des Konflikts mit der Hisbollah Anfang März. Man habe innerhalb von zehn Minuten in der libanesischen Hauptstadt Beirut, im Osten sowie im Süden des Nachbarlandes mehr als 100 Kommandozentralen und Militärstützpunkte der islamistischen Miliz ins Visier genommen.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden landesweit mindestens 89 Menschen getötet und mehr als 700 weitere verletzt. Ministerpräsident Salam erklärte, Israels Angriffe hätten dicht besiedelte Wohngebiete getroffen. Er warf Israel Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vor.
Iran greift weiter Golfstaaten an
Ungeachtet der Waffenruhe hat auch der Iran seine Angriffe auf Katar fortgesetzt. Das Verteidigungsministerium des Golfstaats teilte mit, das Land sei Mittwoch mit sieben ballistischen Raketen und mehreren Drohnen aus dem Iran angegriffen worden.
Auch die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten nach Verkündung der Waffenruhe neuen Beschuss aus dem Iran.
dpa/mh