US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf den Iran noch einmal erhöht. Er drohte mit einer Zerstörung von allen Brücken und Kraftwerken innerhalb weniger Stunden nach Ablauf seines Ultimatums.
Trump sagte im Weißen Haus, die USA könnten innerhalb von vier Stunden eine "völlige Zerstörung" herbeiführen. Die Frist, die er Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus gesetzt hat, läuft nach belgischer Zeit in der kommenden Nacht ab. Trumps Angriffsdrohungen gegen zivile Infrastruktur sind auch in den USA umstritten. Kritiker warnen vor möglichen Kriegsverbrechen.
Ölpreise ziehen weiter an - Diesel und Benzin teurer
Vor dem Ablauf des Ultimatums ziehen die Ölpreise weiter an. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni legte im frühen Handel wieder auf über 111 US-Dollar zu. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs verteuerte sich die Referenzsorte für den weltweiten Ölmarkt um mehr als 50 Prozent. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.
Der Dieselpreis an belgischen Tankstellen wird Mittwoch einen neuen Rekord brechen. Diesel wird um fast 17 Cent je Liter teurer. Der Maximumpreis liegt dann bei 2,49 Euro. Benzin verteuert sich um vier Cent. Für einen Liter Super 95 (E 10) bezahlt man dann maximal 1,94 Euro. Das ist der höchste Preis für Benzin seit November 2022.
Gegenseitige Angriffe gehen weiter
Nahe der iranischen Hauptstadt Teheran sind in einer angrenzenden Provinz mindestens 18 Menschen bei Luftangriffen getötet worden. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars wurden 24 weitere Menschen in der Provinz Albors durch israelisch-amerikanische Attacken verletzt. Demnach trafen die Bombardierungen Wohngebiete. Rettungskräfte seien rund um die Uhr im Einsatz. Im Westen des Irans ist auch ein Flughafen Ziel von Luftangriffen geworden.
Das israelische Militär hat die Bevölkerung im Iran ausdrücklich vor Zugfahrten gewarnt. Das Militär veröffentlichte einen Social-Media-Post, in dem es hieß, die Menschen sollten zur eigenen Sicherheit bis 21 Uhr iranischer Zeit auf Zugfahrten verzichten. Die Anwesenheit in Zügen und in der Nähe von Bahngleisen sei lebensgefährlich.
Auch die iranischen Angriffe gegen Israel und die Golfstaaten gehen weiter. Unter anderem Saudi-Arabien berichtet, dass es in den letzten Stunden 18 iranische Drohnen abgewehrt habe.
dpa/belga/vrt/est