Das Unternehmen Planet Labs hat auf Forderung der US-Regierung die Veröffentlichung aktueller Satellitenaufnahmen aus dem Nahen Osten weitestgehend eingestellt. Das berichten unter anderem die New York Times und das Wall Street Journal unter Berufung auf eine E-Mail des US-Anbieters an dessen Kunden.
Aufnahmen sollen demnach bis auf weiteres nur noch in Einzelfällen freigegeben werden. Die Einschränkung gelte unter anderem für den Iran sowie die betroffenen Staaten rund um den Persischen Golf.
Die US-Regierung befürchtet, dass aktuelle Satellitenaufnahmen Gegnern wie dem Iran für Angriffe nutzen könnten. Journalisten und Forscher verwenden solche Satellitenaufnahmen, um zum Beispiel die Folgen von Angriffen oder die Bewegung von Schiffen zu dokumentieren.
Planet Labs hatte die Veröffentlichung von Aufnahmen aus der Region nach Beginn des Iran-Kriegs vor gut fünf Wochen bereits aus Sicherheitsgründen verzögert. Auch das Konkurrenzunternehmen Vantor hat die Veröffentlichung von Satellitenaufnahmen aus der Region bereits eingeschränkt.
dpa/vk