Die britische Tageszeitung "The Guardian" spricht von sogenannten "Asche-Wohnungen". Dabei handelt es sich um Wohnungen, in denen die Asche Verstorbener aufbewahrt wird. Die Wohnungen werden oft zu kleinen Gedenkräumen umfunktioniert - mit Kerzen, roten Lichtern und Urnen, die nach Generationen angeordnet sind.
Vor allem aus Kostengründen greifen die Menschen auf so eine Lösung zurück. Friedhofsplätze sind in vielen chinesischen Städten knapp und teuer. Gleichzeitig sind Immobilienpreise zuletzt stark gesunken. Außerdem werden Grabstellen oft nur für 20 Jahre vergeben, während Wohnungen ein Nutzungsrecht von bis zu 70 Jahren haben. Für viele Familien ist das langfristig günstiger.
Das neue Gesetz verbietet künftig, Wohnungen gezielt zur Aufbewahrung von Kremationsasche zu nutzen. Bestattungen dürfen nur noch auf öffentlichen Friedhöfen stattfinden. Die Regel tritt kurz vor dem Qingming-Fest in Kraft - einem wichtigen Feiertag, an dem viele Menschen die Gräber ihrer Vorfahren besuchen.
guardian/dog