Der Krieg im Nahen Osten hat nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weitreichende Folgen für Energiehandel, globale Lieferketten und Finanzmärkte und belastet die Weltwirtschaft erheblich.
Besonders gravierend sei die Störung der Energieversorgung. Die Umleitung von Tankern und Containerschiffen erhöhe die Fracht- und Versicherungskosten und verlängere die Lieferzeiten. Flugausfälle an wichtigen Drehkreuzen am Golf beeinträchtigten den globalen Tourismus und verkomplizierten den Handel.
Staaten, Unternehmen und Verbraucher spürten bereits die Auswirkungen dieser Lieferkettenprobleme. Da die Düngemittellieferungen seit der Blockade der Straße von Hormus unterbrochen sind, wächst die Sorge um die Lebensmittelpreise.
Insgesamt drohen laut IWF eine weltweit steigende Inflation und ein schwächeres Wachstum.
Öltanker vor Dubai getroffen
Der Iran setzt auch einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe seinen Beschuss benachbarter Golfstaaten unablässig fort. Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten in der Nacht erneute Angriffe. Im Persischen Golf wurde zudem vor der Küste von Dubai ein riesiger kuwaitischer Öltanker getroffen. Es brach ein Feuer aus, das nach Angaben der Behörden in Dubai erst nach mehreren Stunden gelöscht werden konnte. Verletzte gibt es den Angaben zufolge nicht.
dpa/sh