Die Außenminister der G7-Länder haben im Iran-Krieg ein sofortiges Ende von Angriffen auf zivile Infrastruktur gefordert. Überraschend veröffentlichten die Minister der wirtschaftsstarken Demokratien nach ihrem Treffen bei Paris eine gemeinsame Erklärung zum Iran. Es könne keine Rechtfertigung für vorsätzliche Angriffe auf Zivilisten geben, hieß es darin.
Die Außenminister betonten in der Erklärung auch, dass es aus ihrer Sicht absolut notwendig sei, den freien Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus dauerhaft wiederherzustellen. Zur "Gruppe der Sieben" gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.
Iran stoppt Containerschiffe
Trotz diplomatischer Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs dauert der Schlagabtausch im Nahen und Mittleren Osten an. Auch eine Entspannung an der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus ist nicht in Sicht.
Im Streit um die freie Schifffahrt durch die Meerenge verwehrte der Iran drei Containerschiffen die Durchfahrt. Begründet wurde das Vorgehen mit Äußerungen von US-Präsident Trump, wonach die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Für Schiffe mit Verbindungen zu Israel, den USA und deren Verbündeten sei die Durchfahrt weiterhin verboten, hieß es aus Teheran.
Hunderttausende Kinder durch israelische Angriffe im Libanon vertrieben
Laut der Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen mussten seit Beginn der israelischen Angriffe auf das Nachbarland Libanon etwa 370.000 Kinder aus ihren Wohnungen flüchten. Mindestens 120 Kinder seien getötet und mindestens 400 verletzt worden.
Die Menschen im Libanon hätten keinen sicheren Ort mehr - nicht einmal in der Hauptstadt Beirut, kritiserte ein Unicef-Verantwortlicher auf einer Pressekonferenz. Etwa ein Fünftel der Einwohner des Landes sei mittlerweile auf der Flucht.
Israel greift zwei Stahlwerke in Iran an
Im Iran sind bei Luftangriffen zwei große Stahlwerke getroffen worden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Noch gibt es keine Informationen über Opfer oder das Ausmaß der Schäden. Die Angriffe wurden direkt von der israelischen Führung angeordnet und werden der iranischen Wirtschaft voraussichtich schweren Schaden zufügen.
Israels Verteidigungsminister Katz hatte zuvor mitgeteilt, dass man die Angriffe auf Iran ausweiten werde. Im Fokus würden Ziele in Verbindung mit der Produktion von Waffen stehen.
dpa/belga/srf/mh