US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut verlängert.
Das kündigte er auf seiner Plattform Truth Social an. Bis zum 6. April werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben. Trump verwies auf "sehr gute" Gespräche. Er begründete den Schritt damit, dass die iranische Seite mehreren Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt habe.
Davor hatte Trump dem Iran damit gedroht, Kraftwerke zu zerstören, sollte Teheran die Meerenge nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen. Der Iran hatte für den Fall von Angriffen auf seine Kraftwerke unter anderem mit der vollständigen Schließung der Meerenge gedroht, die für den weltweiten Ölhandel sehr wichtig ist. Außerdem drohte Teheran als Vergeltung Angriffe auf Energieanlagen in Golfstaaten an.
Nach der Ankündigung von Trump sank der Ölpreis für die Nordseesorte Brent auf rund 107 Dollar pro Barrel.
Medien: Pentagon könnte weitere 10.000 Soldaten entsenden
Das Pentagon erwägt Medienberichten zufolge, bis zu 10.000 weitere Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Das "Wall Street Journal" schreibt, die Entsendung würde US-Präsident Trump zusätzliche Flexibilität in den Gesprächen mit Teheran einräumen. Die Zeitung beruft sich auf gut unterrichtete Kreise.
Wo genau die Truppen im Nahen Osten hingeschickt werden sollen, ist dem Bericht zufolge noch unklar. Das "Wall Street Journal" hält es für wahrscheinlich, dass die Kräfte in der Nähe zum Iran und der für den Ölhandel strategisch wichtigen Insel Charg stationiert werden dürften.
Israel greift Raketenproduktionsstätten im Iran an
Israel hat in der Nacht seine schweren Angriffe auf den Iran fortgesetzt. Ins Visier seien dabei unter anderem Produktionsstätten für ballistische Raketen, Raketenlager und Raketenabschussrampen genommen worden, teilte das israelische Militär am Freitagmorgen mit. Angriffe gab es demnach unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran. Ziel sei es, den iranischen Beschuss auf Israel einzuschränken.
Dennoch heulten in der Nacht wegen Angriffen aus dem Iran erneut die Sirenen in Israel, darunter in der Küstenmetropole Tel Aviv. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
Der Iran hat auch wieder Ziele in Kuwait angegriffen. Dabei wurde der wichtigste Hafen des Landes beschädigt. Auch in den Golfstaaten Bahrain und Katar wurde Raketenalarm ausgelöst.
Israel schickt weitere Soldaten in den Libanon
Außerdem hat Israel weitere Soldaten in den Süden des Nachbarlandes Libanon geschickt. Soldaten einer weiteren Division hätten sich "gezielten Bodenoperationen im Südlibanon" angeschlossen, um dort die sogenannte Sicherheitszone auszuweiten. Das israelische Militär erklärte, die Soldaten seien zuvor im Gaza-Krieg im Einsatz gewesen. Um wie viele Soldaten es sich konkret handelt, ist nicht bekannt.
Israels Verteidigungsminister Katz hatte kürzlich gesagt, Israel wolle bis auf Weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. Der Fluss liegt etwa 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze.
Aus libanesische Sicherheitskreisen hieß es, Israels Soldaten drängen immer tiefer in den Libanon. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits acht bis neun Kilometer tief im Libanon vorgerückt.
dpa/est