Die Vereinten Nationen haben den transatlantischen Sklavenhandel als "schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit" eingestuft. 123 Staaten stimmten in der UN-Generalversammlung für eine Resolution, die von Ghana eingebracht worden war.
Darin wird anderem die unentgeltliche, unverzügliche und ungehinderte Rückgabe von Kulturgütern und Kunstobjekten an Herkunftsländer gefordert. Israel, die USA und Argentinien stimmten gegen den Text. Die EU-Staaten enthielten sich. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend.
Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert wurden mehrere Millionen Menschen in Afrika versklavt und nach Nord- und Südamerika und in die Karibik verschleppt. Der Sklavenhandel wurde in Großbritannien 1807 verboten, in den USA erst 1865. Mit der Menschenrechtskonvention der UN wurde die Sklaverei 1948 weltweit verboten.
dpa/sh