Die US-Regierung hat dem Iran mit verschärften Angriffen gedroht. Wenn der Iran die neue Realität nicht anerkenne, würden die USA härter zuschlagen als je zuvor. Das sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington.
US-Präsident Trump sei trotz der Verhandlungen bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen. Leavitt sagte, die Führung in Teheran habe nun die Chance, mit Trump zu kooperieren.
Trump hatte von Verhandlungen und guten Gesprächen mit dem Iran gesprochen, ohne ins Detail zu gehen. Die iranische Seite hatte dagegen Verhandlungen dementiert.
Fünf Raketenangriffe Irans auf Israel binnen zwei Stunden
Der Iran hat seinen Raketenbeschuss auf Israel intensiviert. Nach Militärangaben flogen am Morgen in fünf Wellen innerhalb von zwei Stunden iranische Geschosse auf den jüdischen Staat. In zahlreichen Gebieten Israels - darunter im Großraum Tel Aviv, in Jerusalem sowie im Norden des Landes - gab es Raketenalarm.
Nach Angaben von Armee und Rettungskräften kam es an mehreren Orten zu Einschlägen. Berichte zu Verletzten gab es zunächst nur von einem Einschlagsort in einer arabischen Ortschaft östlich von Tel Aviv. Dort wurden sechs Menschen verletzt. Auch vom Libanon aus gab es in der Nacht und am Morgen erneut Beschuss auf den israelischen Norden.
Israel beschließt "Priorisierung von Zielen"
Die israelische Armee verstärkt unterdessen ihre Angriffe im Iran, um vor einer potentiellen Ankündigung von US-Präsident Trump zu einer Waffenruhe noch möglichst viele militärische Erfolge zu erzielen. Das berichtet der israelische Sender N12.
Demnach wurde in einer Sitzung mit Regierungschef Benjamin Netanjahu eine "Priorisierung von Zielen" beschlossen, die Israel vorher unbedingt erreichen wolle. In Israel werde mit einem solchen Schritt von Trump selbst dann gerechnet, wenn die USA mit Teheran keine klaren Vereinbarungen erzielen könnten.
dpa/sh