Laut einer Meldung im iranischen Staatsfernsehen hat die Islamische Republik einen 15-Punkte-Plan der USA abgelehnt. Der Plan war durch die Vermittlung von Pakistan an den Iran übergeben worden.
Der Krieg gehe zu Ende, wenn sich der Iran dazu entschließe und nicht wenn US-Präsident Donald Trump das entscheide, heißt es in der Meldung. Der Iran stelle fünf Bedingungen für die Beendigung des Krieges. Dazu gehören unter anderem Garantien, dass die Angriffe nicht wiederaufgenommen werden, ein Ende der Tötung iranischer Spitzenfunktionäre sowie Entschädigungen für die Kriegsschäden.
Das iranische Staatsfernsehen bezog sich in seiner Meldung auf einen nicht genannten Funktionär.
Unterdessen hat der Iran nach eigenen Angaben einen Flugzeugträger der US-Armee mit Raketen angegriffen. Wie die iranische Marine mitteilte, musste das Schiff aufgrund des Angriffs seine Position verändern. Über mögliche Schäden wurde nichts bekannt.
Man beobachte die Bewegungen des US-Flugzeugträgers ständig und nehme ihn unter Beschuss, sobald er für die eigenen Raketensysteme erreichbar sei, sagte ein iranischer Marineoffizier der Nachrichtenagentur Fars zufolge.
Das US-Verteidigungsministerium hat angekündigt, die Rüstung zu beschleunigen. Dafür wurden Vereinbarungen mit Unternehmen geschlossen. Unter anderem Waffen, die eingesetzt werden, um Raketen abzufangen, sollen in größerer Stückzahl gebaut werden.
UN-Menschenrechtsrat: Golfstaaten üben Kritik an Kriegsparteien
Auf einer Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen haben die Vertreter mehrerer Golf-Staaten deutliche Kritik am Iran geäußert. Die Angriffe der Islamischen Republik auf Drittstaaten seien nicht hinnehmbar und nicht zu rechtfertigen, sagte der Vertreter Saudi-Arabiens. Seitens Katar hieß es, man beteiligte sich nicht an der Eskalation der Lage, dennoch führe der Iran weiterhin Angriffe durch. Der Vertreter des Oman übte in dem UN-Gremium auch erhebliche Kritik an den USA und Israel. Es handele sich um einen "illegalen Krieg". Gleichzeitig verurteilte er auch die Angriffe des Iran.
Der Einschätzung des Generalsekretärs der Internationalen Handelskammer, John Denton, könnte der Krieg im Nahen Osten "die schlimmste Industriekrise seit Menschengedenken" auslösen. Diese Vorhersage gab der Australier nicht nur aufgrund der steigenden Energiepreise ab, sondern auch, weil die Industrie durch Engpässe bei der Gasversorgung gestört und lahmgelegt werde.
vrt/rtbf/belga/moko