Die US-Regierung hat einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Das berichten mehrere internationale Medien, darunter die "New York Times", der israelische Sender N12 und das Nachrichtenportal "Axios".
Demnach hat das Vermittlerland Pakistan dem Iran den Entwurf übermittelt. Teheran soll dabei unter anderem zustimmen, niemals nach Atomwaffen zu streben und sich zu Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde verpflichten. Der Iran muss außerdem die Finanzierung der Hisbollah im Libanon beenden und die Blockade der Straße von Hormus aufheben. Im Gegenzug wollen die USA die Sanktionen gegen den Iran fallen lassen. Gleichzeitig ordnete die US-Regierung die Verlegung Tausender Soldaten einer Luftlandedivision in den Nahen Osten an.
Das "Wall Street Journal" berichtet zudem über eine Antwort der Iranischen Revolutionsgarden auf den US-Vorstoß, die wiederum zahlreiche Forderungen umfassen soll, denen Washington kaum nachkommen dürfte - darunter etwa die Räumung aller US-Militärstützpunkte rund um den Persischen Golf sowie ein neues System, das es dem Iran erlauben würde, von Schiffen für die Fahrt durch die Straße von Hormus eine Mautgebühr zu kassieren.
Berichte über den angeblichen US-Vorschlag und ein möglicherweise geplantes Treffen zwischen Vertretern der USA und des Irans unter Vermittlung Pakistans ließen den seit Kriegsbeginn drastisch gestiegenen Ölpreis leicht sinken. Dazu trugen auch zuversichtliche Äußerungen von US-Präsident Trump bei, wonach der Iran angeblich "unbedingt einen Deal abschließen" wolle.
dpa/vrt/sh