Die europäische Polizeibehörde Europol verstärkt ihren Kampf gegen den Menschenschmuggel. Dafür wurde jetzt eine seit zehn Jahren bestehende Einheit ausgebaut, die sich mit diesem Thema befasst.
Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Fachleuten, die nationale Polizeieinheiten unterstützt, um Schmugglernetzwerke aufzudecken und zu bekämpfen. Nach Angaben der aus Belgien stammenden Europol-Direktorin Catherine De Bolle ist der Menschenhandel für kriminelle Banden zu einem gewinnbringenden Geschäft mit weltweiten Ausmaßen geworden.
Immer häufiger finden Teile der Geschäftstätigkeit von Menschenschmugglern im Internet statt, so De Bolle. Wenn man diese kriminellen Netzwerke zerschlagen wolle, müsse man sich genauso schnell weiterentwickeln, betonte sie. Laut Europol verlangen Schleuser von Migranten bis zu 20.000 Euro, um sie von ihren Heimatländern auf einen anderen Kontinent zu bringen.
vrt/europol/moko