Steigende Energiepreise infolge des Iran-Kriegs könnten nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank das Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation kräftig anheizen.
Die EZB erwartet für 2026 eine Teuerungsrate von durchschnittlich 2,6 Prozent im Euroraum. Das ist deutlich über der mittelfristig angepeilten Marke von 2,0 Prozent.
Zugleich erwartet die EZB für den Euroraum weniger Wachstum. Die Wirtschaft wird demnach dieses Jahr nur noch um 0,9 Prozent zulegen und 2027 um 1,3 Prozent wachsen. Damit senkte die Europäische Zentralbank ihre Prognose wegen der Kriegsfolgen und wegen höherer Energiepreise. Noch im Dezember hatte die Notenbank ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 1,2 Prozent angehoben.
Den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins ließ die EZB zum sechsten Mal in Folge unverändert. Er liegt bei 2,0 Prozent.
dpa/moko