Die Sperre in der Straße von Hormus bereitet den europäischen Staaten unterschiedlich große Probleme. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie. Die Risiken konzentrieren sich demnach stark auf einige wenige Länder.
Entscheidend für das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen sei die Dauer der iranischen Blockade, heißt es darin. Dauere die Blockade länger als vier Wochen, könnten sich Verzögerungen entlang globaler Lieferketten aufschaukeln.
Laut der Studie ist Italien mit 9,8 Milliarden US-Dollar pro Jahr der am stärksten betroffene EU-Staat. Auch Belgien sei "stark exponiert", hieß es weiter. Über den Hafen Zeebrugge importiert Belgien jährlich Flüssiggas aus Katar im Wert von 5,8 Milliarden US-Dollar. Dazu komme, dass über Antwerpen der Handel mit Diamanten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten läuft.
Deutschland und Frankreich seien dagegen "breiter diversifiziert", hieß es.
Die italienische Regierung hat angesichts gestiegener Spritpreise per Dekret die Steuern auf Benzin und Diesel gesenkt. Diese Regelung tritt am Donnerstag in Kraft und soll für 20 Tage gelten. Die Preise für Benzin und Diesel sollen umgehend um 25 Cent pro Liter fallen. Das Dekret sieht auch einen sogenannten Anti-Spekulations-Mechanismus vor, um Preise an Tankstellen in Balance zu halten.
dpa/sh