Der Iran hat den Tod von Spitzenfunktionär Ali Laridschani bestätigt. Die Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum "Märtyrer" geworden sei. Israel hatte zuvor mitgeteilt, Laridschani sei bei einem gezielten Angriff ums Leben gekommen.
Bei einem heftigen iranischen Raketenangriff aus Rache für den Tod von Laridschani sind zwei Menschen in Israel getötet worden. Bei dem Angriff setzten die iranischen Streitkräfte Medienberichten zufolge mit Streumunition versehene Gefechtsköpfe ein. Am Einschlagsort in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv wurden ein Mann und eine Frau im Alter zwischen 70 und 80 Jahren getötet.
Seit Beginn des Iran-Kriegs kamen bei Raketenangriffen in Israel nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom 14 Menschen ums Leben, im Iran ist die Rede von Tausenden Toten und Verletzten.
Schäden aufgrund des Raketenangriffs wurden zudem am Bahnhof Savidor in Tel Aviv gemeldet. Der Zugverkehr wurde vorübergehend eingestellt. Medienberichten zufolge musste die Feuerwehr wegen mehrerer Brände im Zentrum Israels ausrücken, nachdem dort Raketen eingeschlagen waren. Die meisten Geschosse konnte die Luftabwehr nach Militärangaben abfangen.
Mehrere Tote und Dutzende Verletzte bei Angriff im Iran
Bei einem israelisch-amerikanischen Angriff sind am Mittwoch nach Angaben aus dem Iran mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 56 weitere Menschen sind demnach verletzt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Laut dem Bericht traf der Luftangriff ein Wohngebiet der westlichen Stadt Dorud.
Iran richtet mutmaßlichen Mossad-Spion hin
Irans Justiz hat einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad hinrichten lassen. Das Todesurteil sei am Dienstagmorgen vollstreckt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich von Teheran festgenommen worden.
Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben.
Irans Geheimdienst geht gegen Opposition vor
Irans Geheimdienst ist eigenen Angaben zufolge gegen Dutzende Netzwerke von Oppositionellen vorgegangen. In 26 Provinzen seien 111 Zellen von Monarchisten identifiziert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.
Gemeint sind Anhänger des Schah-Sohns Reza Pahlavi, der im Ausland eine führende Rolle in der Opposition beansprucht. Es sei zu Festnahmen gekommen.
Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen beschlagnahmt sowie vier Personen unter dem Verdacht der Spionage festgenommen. Zudem wurden Menschen festgenommen, die Informationen und Fotos an den persischsprachigen Exilsender "Iran International" übermittelt hätten. Tasnim meldete zudem die Beschlagnahme von 350 Starlink-Geräten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
dpa/sh